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Śrimad Vāgbhaţa
AŞŢĀNGA HŖDAYAM Das achtgliedrige Herz
Zweites Buch Śārira Sthāna Vom Körper (ca. 110 Seiten + Appendixe) Übersetzung von Hendrik Wiethase Halbleinen mit Umschlag und zwei Lesebändchen
Direkt übersetzt heißt asta "acht" Tañga "Teil" und Hrdaya "Herz". Damit wird dieses Herz bzw. diese Schrift als Zentrum der Medizin gedeutet, welches seine acht Äste nämlich:
- Innere Medizin
- Kinderheilkunde
- Psychiatrie
- Kopf
- Chirurgie
- Toxikologie
- Geriatrie und Leiden der Fortpflanzungsorgane
mit Wissen versorgt. Dieses basiert auf einem weitaus ausladenderem und komplizierterem Werk mit dem Namen Astangasangraha. Man kann das Astanga Hrdayam somit als eine "leichter verständliche und auf das Wesentliche beschränkte Fassung des Ursprungstextes" bezeichnen. Es sagt von sich selbst, "weder zu kurz, noch zu lang, also genau richtig zu sein." Als Autor gilt Srimad Vagbhata. Heute kann man noch immer nicht mit Sicherheit sagen, ob Srimad Vagbhata auch der Autor des Astanga Hdayam ist. Aufgrund verschiedener Indizien streiten sich hier die Gelehrten.
Aufgrund der starken Ähnlichkeit in einigen Textstellen des Brhat Amitha von Varahamihira mit anderen Quellen kann man davon ausgehen, dass das zwischen 540 und 580 unserer Zeitrechnung verfasst wurde. Aufgrund verschiedener ritueller Anleitungen und Ratschläge für das allgemeine Verhalten liegt nahe, dass der Autor als Brahmane geboren wurde, die Veden studiert hat und Buddhist war. ( I/2, II/20 bis 25, VII/70, XVIII/16 bis 18). Seit seiner Entstehung wurde das Astanga Hrdayam von etwa dreißig verschiedenen Verfassern mit Kommentaren versehen, von denen nur noch einer, Padartha Cañdrika, vollständig erhalten ist. Die vorliegende deutsche Übersetzung ist leitend durch Hendrik Wiethase auf der Basis einer Original Sanskrit Fassung und einer Malayalam Fassung (in der Übersetzung von P.M. Govindan Vaidya) entstanden. Als wichtige Referenz sind noch die englische Übersetzung von Prof. K. R. Srikantha Murthy (1992) und die deutsche Übersetzung von Hilgenberg und Kirfel (1942) zu erwähnen. Die ayurvedisch fachliche Begleitung bzw. Korrektur wurde von Markus Ludwig geleitet.
Themen: 1) Die Entstehung des Embryos. 2) Die Schäden an Schwangeren und Neugeborenen. 3) Der Körper und seine Teile. 4) Die Klassifikation von Missbildungen. 5) Das Wissen von der schlimmen Prognose. 6) Das Wissen vom Boten
Beispiel aus Śārīra Sthāna
- 49 - Die Erkrankungen der Mutter heile man mit sanften, milden Mitteln, die einfach anzuwenden sind. Aus dem Kalala werden im zweiten Monat Ghana, Peśī und Arbuda, um entsprechend als männlich, weiblich oder zweigeschlechtlich geboren zu werden. Ghana: Keule, Batzen, Peśī: Ei, Haufen, Arbuda: Schlangenform
- 50 und 51 - Während dieser Zeit fühlt sich die Frau ausgezehrt, mit Schweregefühl im Unterleib, schwindlig, sie erbricht sich, hat mangelnden Appetit, gähnt viel, leidet unter Übelkeit, Schlaffheit, die Haarlinie wird deutlicher, ihr gelüstet nach Sauerem, die Brüste und Milchdrüsen wachsen, die Brustwarzen werden dunkler.
- 52 und 53 - Die Füße schwellen an, Hitzewallungen und verschiedenste Gelüste treten auf. Das Herz entsteht und es ist mit dem Herzen der Mutter verbunden. Deshalb sollen ihre Wünsche nicht unterdrückt werden. Sogar Ungeeignetes kann, in geringen Mengen mit Geeignetem vermengt, gereicht werden.
- 54 und 55 - Die Unterdrückung der Bedürfnisse kann zu Missbildungen oder zum Tod des Fetus führen. Im dritten Monat entstehen die fünf Körperteile, der Kopf, beide Beine und beide Arme, sowie die kleineren Teile. Zusammen mit dem Kopf entsteht auch das Wissen von Freude und Schmerz. ...
Anwendung: bei Cart_add_48
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